Lexikon

Call-by-Call
Das "Call-by-Call" - Verfahren ermöglicht es, ein einzelnes Gespräch über den Anbieter seiner Wahl zu führen. Hierzu wird vor der eigentlichen Rufnummer einfach die Netzkennzahl des gewünschten Anbieters gewählt, z.B. 01070 für Arcor.
Einige Anbieter bieten diesen Service ohne vorherige Anmeldung und können somit sofort genutzt werden. Die Abrechnung der Gespräche erfolgt dabei in der Regel über die Telekom-Rechnung. Andere Anbieter können erst nach einer vorherigen (kostenlosen) Anmeldung genutzt werden. Häufig erheben die Anbieter jedoch auch monatliche Grundgebühren oder fordern Mindestumsätze.

Callback
Bei dem Callback-Verfahren wird zunächst eine kostenlose Nummer der jeweiligen Telefongesellschaft gewählt. Der hier angeschlossen Computer registriert den Anruf und ruft wenige Sekunden später automatisch zurück. Das gelieferte Freizeichen kann nun zum Telefonieren mit den Tarifen des Festnetzes verwendet werden. Dieser Service wird hauptsächlich im Mobilfunkbereich genutzt, da sich hierdurch die relativ hohen Kosten für Gespräche über Handys erheblich verringern lassen.

Call-Through
Bei dem Call-Through-Verfahren ist nach der Wahl einer gebührenfreien Rufnummer zunächst die Eingabe einer persönlichen Identifikationsnummer erforderlich, dann steht ein Freizeichen zur Verfügung. Dieser Service wird häufig im Mobilfunkbereich genutzt, da dann die gleichen Tarife wie im Festnetz gelten. Für innerdeutsche Gespräche innerhalb des Festnetzes ist dieser Service jedoch zu unkomfortabel.

Fallback
Durch einen Least Cost Router (LCR) wird für jedes Gespräch der jeweils günstigster Anbieter ermittelt. Sollte das Netz des Betreibers überlastet sein (Besetztzeichen), dann versucht der LCR eine Verbindung über den nächstgünstigen Anbieter herzustellen. Dieses Verfahren wird häufig als "Fallback" bezeichnet. In der Regel wird ein zweistufiges Fallback eingesetzt, d.h. ist auch das Netz des zweiten Anbieters überlastet, wird das Gespräche über den primären Anbieter (Preselection) geführt.

Least Cost Router
Ein Least Cost Routen (LCR) ist ein Gerät, daß zwischen dem Telefon und dem Telefonanschluß oder direkt an dem Telefonanschluß angeschlossen wird. In dem Gerät sind die aktuellen Tarife der einzelnen Anbieter gespeichert. Der LCR ermittelt hieraus für jedes Gespräch den jeweils günstigsten Anbieter.
Die Aktualisierung der Daten in dem Gerät erfolgt entweder durch eine Software oder automatisch in einem frei wählbaren Intervall. Einige Anbieter dieser Geräte erheben hierfür eine monatliche Grundgebühr, bei anderen Anbietern müssen häufig nur die reinen Telefonkosten gezahlt werden.


Preselection
Durch das sogenannte Preselection (feste Voreinstellung) wird der primäre Anbieter festgelegt, über den standardmäßig alle Gespräche geführt werden. Früher war dies stets die Deutsche Telekom.
Vor dem Wechsel zu einem anderen Anbieter sollten die Vertragsbedingungen genau geprüft werden. Dies betrifft vor allem die Vertragslaufzeit, durch die die Kunden langfristig gebunden werden sollen.
Häufig verfügen die Anbieter über keine eigenen Netze, so daß City-Gespräche dann weiterhin über die Telekom geführt werden.

Takt
Der a/b-Takt beschreibt das Verfahren, in dem die Abrechnung der Gebühren durch den Anbieter erfolgt. Hierbei müssen in jedem Fall die Kosten für die ersten a Sekunden eines Gespräches gezahlt werden - auch wenn das Gespräch kürzer war. Die Gesprächszeit darüber hinaus wird alle angefangenen b Sekunden berechnet. Ein 1/1-Takt ist daher in der Regel günstiger als beispielsweise ein 60/30-Takt, wobei die Entscheidung jedoch auch von der durchschnittlichen Gesprächsdauer und dem Minutentarif des Anbieters abhängig ist.

Zonen
Von den Anbietern wird das innerdeutsche Tarifgebiet in unterschiedliche Entfernungszonen aufgeteilt. Hierbei wird in der Regel die Aufteilung der Deutschen Telekom übernommen (Ort, Region 20, R50, Fern). Hinzu kommen die Tarife für Gespräche vom Festnetz in das Mobilfunknetz ( D1, D2, E-Plus, O2-Netz ). Für Gespräche in das Ausland werden die Länder häufig von jedem Anbieter unterschiedlichen Zonen zugeordnet, so daß sich erhebliche Unterschiede in den Gebühren ergeben können.

Ort Gespräche in das eigene Ortsnetz ( gleiche Vorwahl )
Region 20 - City Gespräche bis 20 km (häufig auch als CityCall bezeichnet)
R50 Gespräche bis 50 km (häufig auch als RegioCall bezeichnet)
Fern Gespräche über 50 km (häufig auch als GermanCall bezeichnet)
D1 Gespräche vom Festnetz in das D1-Netz
D2 Gespräche vom Festnetz in das D1-Netz
E-Plus Gespräche vom Festnetz in das E-Plus-Netz
O2 Gespräche vom Festnetz in das O2-Netz

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